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Fortbildung

Fortbildungen

In unseren Fortbildungen finden Sie ein breitgefächertes Angebot an Themen, Inhalten und Fragestellungen, die sich in den Arbeitsfeldern der Beratungsstelle wiederfinden. Zudem wollen wir Ihnen für Ihren beruflichen Alltag relevante Themen anbieten, um den Interessen, Bedarfen und Herausforderungen in unterschiedlichen Berufsfeldern zu begegnen.

Die meisten Fortbildungsangebote sind als Inhouse- Schulung gedacht, wir bieten aber auch Workshops in den Räumen der Beratungsstelle an. Ganz neu haben wir ein digitales Format in unser Angebot aufgenommen. Die Fortbildungen sind methodisch vielfältig und werden jeweils auf den Bedarf der Zielgruppe individuell zugeschnitten.

Gern sprechen wir mit Ihnen auch über andere Themen, wenn sich Ihre Fragen mit unserem Angebot nicht beantworten lassen. Außerdem leisten wir auf Anfrage Beiträge zu Fachtagen, Konferenzen und Fortbildungsveranstaltungen in größerem Rahmen.

Nachfolgend finden sie einen Auszug aus unserem Fortbildungsprogramm.

Weitere Themen unseres Fortbildungsangebotes sind:

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
Basics aus der Beratungsarbeit
Wie sexualisierte Gewalt zur Sprache bringen?
Trauma
Folgen sexualisierter Gewalt
Strafanzeige/Psychosoziale Prozessbegleitung

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Zielgruppe: 

Unternehmen
Fach- und Führungskräfte
PersonalrätInnen
Laut aktueller Studien erlebt jede/r Elfte im Arbeitsleben sexuelle Belästigung, angefangen von unangemessenen Bemerkungen über Nachrichten und Filme mit sexuellen Inhalten bis hin zu körperlichen Übergriffen. Dieser Form von Diskriminierung langfristig entgegenwirken zu können, erfordert eine Sensibilisierung für die begünstigenden Faktoren und Wissen über Risiken und Nebenwirkungen.  Darüber hinaus geht es um Handlungsmöglichkeiten, um ein Unternehmensklima zu entwickeln, in dem sexuelle Belästigung keinen Raum mehr findet.

Diese Schulung richtet sich an Unternehmen, Führungskräfte sowie Mitarbeitende und Auszubildende in allen beruflichen Sparten und Unternehmensformen.

Sexualisierte Gewalt – Strukturen und Erscheinungsformen

Zielgruppe: 

Pädagogische Fachkräfte
Medizinisches Personal

Sexualisierte Gewalt ist ein gesellschaftliches Phänomen, das in den letzten Jahren endlich die notwendige Aufmerksamkeit erhalten hat. Dennoch begleitet es uns im beruflichen und persönlichen Alltag weiterhin. Sexistische Werbung, Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Geschlechtsrollenstereotype in Bildung und Medien – all das sind Bereiche, die z.T. mit sexualisierter Gewalt einhergehen können.

Steigende Zahlen von häuslicher Gewalt bis hin zu Femiziden, aber auch die hohen Zahlen von Frauen und Männern, die in ihrer Kindheit Betroffene von sexualisierter Gewalt in Familie, Schule usw. geworden sind und jetzt von ihren Erlebnissen berichten, zeigen, dass es wichtig ist, sich der Thematik zu öffnen. In diesem Seminar geht es darum, sich mit den zugrundeliegenden Strukturen und Faktoren sexualisierter Gewalt auseinanderzusetzen, Begrifflichkeiten und Handlungsmuster zu verstehen und daraus abgeleitet präventive Haltungen und Maßnahmen entwickeln zu können.

Sexualisierte Gewalt und Beeinträchtigung

Frauen und Mädchen mit Behinderung sind in hohem Maße gefährdet, von Gewalt betroffen zu sein. Jede zweite bis dritte dieser Frauen erlebt im Laufe ihres Lebens sexuelle Gewalt. Insbesondere Frauen, die in Einrichtungen leben, tragen hier ein erhöhtes Risiko.

In den Fortbildungsformaten beschäftigen wir uns mit
dem Alltag von Frauen mit Behinderung
den Herausforderungen für Fachkräfte in der Behindertenhilfe
Risikoanlysen
speziellen Fragestellungen unterschiedliche Behinderungsbilder betreffend (z.B. Hörschädigung)
präventiven Ansätzen und
Schutzkonzepten
Ziel der Fortbildung ist es, Strukturen und Handlungsmuster zu verstehen, um daraus Handlungssicherheit zu gewinnen.

Zwischen Unterstützung und Grenzsetzung

– mein professioneller Umgang mit Nähe und Distanz in Einrichtungen der Behindertenhilfe

Während sich Mitarbeitende im Betreuungsdienst im beruflichen Kontext bewegen, treffen sie auf Menschen, die sich in ihrem privaten Umfeld aufhalten. Sie begegnen in ihrer Arbeit häufig Themen wie Sexualität, sexualisiertes Verhalten, sexuelle Grenzüberschreitungen, Provokationen, aber auch dem Wunsch, Sexualität selbstbestimmt zu leben.

Einen professionellen Umgang mit den Klient*innen herzustellen bzw. zu bewahren – ohne unterkühlt und zu distanziert zu sein – ist die Gratwanderung einer Fachkraft. Die verschiedenen Bedürfnisse beider Seiten in ein Gleichgewicht zu bringen, so dass alle Beteiligten zufrieden sind, sollte Ziel jeder Betreuungsarbeit sein.

Das pädagogische Fachpersonal steht vor der Herausforderung, sich in diesem Spannungsfeld klar zu positionieren. Darüber hinaus gibt es in vielen Einrichtungen der Behindertenhilfe keinen klar kommunizierten Umgang mit dem Thema Sexualität. Maßgeblich hierfür ist es, die eigene Haltung zur Sexualität zu reflektieren, eine adäquate Sprache zu finden und Strategien im Umgang mit sexuellen Handlungsweisen und möglichen Grenzüberschreitungen zu etablieren.

Zielgruppe: 

Einrichtungen der Behindertenhilfe

Unaufgeregter Umgang mit Sexualität

Sexualität ist Teil des menschlichen Lebens und gehört zu unserer Gesellschaft dazu. Mit ihr drücken Menschen verschiedene Empfindungen und Gefühle aus. Sexualität beeinflusst das Leben eines jeden Menschen, seine Entwicklung und die Form des Zusammenlebens. Aufgrund oftmals fehlender Aufklärung ist für Menschen mit Beeinträchtigung das Thema Sexualität eine große Herausforderung.

Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung ist für Menschen mit Beeinträchtigung häufig nicht so einfach umzusetzen, aber auch Fachkräfte sind oftmals unsicher und stoßen in ihrem beruflichen Alltag an ihre Grenzen.

In diesem Seminar soll es um einen unaufgeregten Umgang mit Sexualität und der sexuellen Selbstbestimmung gehen, sowie um Barrieren bei Sexualität und Sprache.

Zielgruppe: 

Einrichtungen der Behindertenhilfe

Digitale Sexualisierte Gewalt

Digitale Medien sind Bestandteil unseres privaten und beruflichen Alltags. Im pädagogischen Kontext stellt der Umgang mit den digitalen Medien eine Herausforderung dar. Um als Fachkraft in der Praxis angemessen und sicher handeln zu können, scheint es erforderlich, sich der Thematik zu öffnen, eigene Erfahrungen zu betrachten sowie Erscheinungsformen digitaler Gewalt zu kennen. Es gilt ein Bewusstsein für die Risikogruppe(n)zu entwickeln.

In diesem Seminar soll es um die Erscheinungsformen sexualisierter und digitaler Gewalt gehen, sowie um die zugrundeliegenden Strukturen gesellschaftlicher Konstruktionen und mögliche Handlungsfelder in der Praxis.

Zielgruppe: 

Pädagoginnen und Pädagogen in der Jugendhilfe
in Bildung und Erziehung
Fachkräfte in der Behindertenhilfe

Sexualisierte Gewalt im Sport

Mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland treiben regelmäßig Sport, viele davon schon als Kinder und Jugendliche. In aktuellen Studien wird deutlich, dass ein Drittel aller SportlerInnen im Leistungs- und Wettkampfsport sexualisierte Gewalt im Laufe ihrer Sportkarriere erlebt haben. Dies gilt in ähnlichem Maße auch für FreizeitsportlerInnen.

Sportvereine in Deutschland sind aufgefordert, sich mit der Prävention sexualisierter Gewalt und der Entwicklung von Schutzkonzepten zu befassen,

um dem Phänomen der sexualisierten Gewalt im Sport wirksam begegnen zu können. Dies gilt in besonderem Maß für Vereine, in denen Menschen mit Beeinträchtigung Sport treiben.

Zielgruppe: 

Vereine

Sexualisierte Gewalt in der Pflege

Sexualisierte Gewalt ist ein Feld, das durch Grenzüberschreitungen gekennzeichnet ist. In der Pflege finden grenzüberschreitende Situationen regelmäßig statt, sei es beim Eingriff in die Intimsphäre von PatientInnen, bei der Überwindung von Schamgrenzen oder auch bei der Überschreitung von Grenzen durch unangemessene Bemerkungen oder Verhaltensweisen gegenüber dem Pflegepersonal durch PatientInnen, KollegInnen und Vorgesetzte.

In diesem Seminar werden Grundlagen zu sexualisierter Gewalt und sexueller Belästigung bearbeitet.

Die Gegebenheiten im Umgang mit PatientInnen im pflegerischen und medizinischen Alltag sollen reflektiert und auf Risiken hin untersucht werden, um eine Sensibilisierung zu erwirken und eine präventive Haltung zu entwickeln.

Zielgruppe: 

Pflegepersonal und Auszubildende in Krankenhäusern
Altenheimen und Einrichtungen der Behindertenhilfe
Leitungspersonen und AusbilderInnen

Wir beraten anonym, kostenlos, parteilich.

Für Frauen und jugendliche Mädchen.