Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen e. V. Hannover: Wir über uns

Vorschaubild JubiläumsbroschüreJubiläum 2013 und Ausstellung "Trauma und Ermutigung"

Fotos, Grußworte, Jubiläumsbroschüre, Pressespiegel und vieles mehr: Unten stehend auf dieser Seite finden Sie zahlreiches Material zu unserem Jubiläum 25 Jahre Frauennotruf Hannover und zur Ausstellung.

Direkt zum Jubiläum...

Wir über uns

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Audio-Datei zur Seite "Wir über uns" (mp3)

Wir sind eine Fachberatungsstelle für Frauen und jugendliche Mädchen, die von sexueller Gewalt betroffen sind oder waren sowie für Fachkräfte und Bezugspersonen.

Der Name „Notruf“ suggeriert mitunter eine reine Krisenberatungsstelle – das sind wir auch, jedoch vornehmlich liegt unser Hauptarbeitsschwerpunkt in der langfristigen beraterischen und therapeutischen Begleitung von Betroffenen.

Unsere Beratungsstelle existiert seit mehr als 25 Jahren als eingetragener, mildtätiger Verein.

Team

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Audio-Datei zum Abschnitt "Unser Team" (mp3)

Wir sind ein Team von drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen mit langjähriger Erfahrung zu dem Thema (sexualisierte) Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

Jede Mitarbeiterin hat eine oder mehrere therapeutische Zusatzqualifikationen.

In unserem Team arbeiten ausschließlich Frauen.

Wir nehmen regelmäßig Supervision in Anspruch.

Wir haben bestimmte Schwerpunkte, zu denen wir arbeiten.

Claudia Chodzinski vom Frauennotruf HannoverClaudia Chodzinski:

Diplom-Sozialarbeiterin/ Diplom-Soz.-Päd. (FH), Fachberatung Psychotraumatologie und Pädagogik (zptn), Fachkraft für Sozialpsychiatrische Betreuung, Psychodrama – Soziometriepractitioner (IACC). Tätig in der Beratung, Öffentlichkeits- und Vernetzungsarbeit im Arbeitsbereich „Sexuelle Gewalt und Behinderung“ sowie Gruppenarbeit, Fortbildungen, Fallsupervision, Workshops und Seminare. Seit dem 1.10.2014 mit 30 Wochenstunden im Frauennotruf angestellt.

Jenni Vogt vom Frauennotruf HannoverJenni Vogt:

Diplom-Pädagogin, systemisch-integrative Familien-Sozialtherapeutin; Projektkoordination des Projektes „Stoppt sexualisierte Gewalt! - Unterstützung und Prävention für Frauen und Mädchen mit Behinderung“, Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildungen, Präventionsprojekte, 39 Stunden, seit 2014 als hauptamtliche Mitarbeiterin im Notruf tätig.

Petra Klecina vom Frauennotruf HannoverPetra Klecina:

Sozialpsychologin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Gestalt- und Traumatherapie, zertifizierte sozialpädagogische Prozessbegleiterin; tätig in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und Fundraising, Psychosoziale Prozessbegleitung, Angehörigenberatung sowie Fortbildungen, 39 Stunden, seit 1997 im Notruf tätig.

Gabi Kuhl-Himstedt vom Frauennotruf HannoverGabi Kuhl-Himstedt:

Diplom-Pädagogin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Systemische und Traumatherapie; tätig in der Beratungsarbeit, Gruppenarbeit, Vernetzung und Fortbildungen sowie Finanzen, 39 Stunden, seit 2004 im Notruf tätig.

Unterstützt werden wir von unseren Mitgliedsfrauen und unserem Vorstand des Kernvereins und des Fördervereins. Ohne diese langjährige Unterstützung und das Engagement vieler ehrenamtlicher Frauen, die sich im Laufe der Jahre bei uns engagiert haben, wäre unsere Arbeit nicht zu leisten gewesen. Wir freuen uns, wenn neue Frauen sich bei uns engagieren wollen. Rufen Sie an!

Uns zur Seite stehen außerdem unsere Fachfrau für die Buchhaltung, unsere Putzfee und unsere Bürohilfe sowie verschiedene Honorarkräfte für Gruppenangebote und Kinderbetreuung.

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Unsere Leitlinien

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Audio-Datei zum Abschnitt "Unsere Leitlinien" (mp3)

Gewährleistung von Anonymität
Sie brauchen Ihren Namen nicht zu nennen und keine Formulare auszufüllen. Wir fragen nicht zuerst nach Ihren persönlichen Verhältnissen.
Denn: die Gewährleistung von Anonymität gibt Sicherheit und ermöglicht oft erst den Kontakt - insbesondere für uns aufsuchende Frauen aus der Region.

Vertraulichkeit
Wir unternehmen nichts gegen Ihren Willen, sondern immer nur in Absprache mit Ihnen. Inhalte von Beratungen werden vertraulich behandelt. Wir verpflichten uns zur Schweigepflicht.

Hilfe zur Selbsthilfe
Das Vermögen, sich selber zu helfen, ist durch sexuelle Gewalterfahrungen oft verloren gegangen. Deshalb ist es so wichtig, Wege zur Selbsthilfe wieder zu finden. Wir präsentieren keine vorgefertigten Konzepte, sondern bieten Möglichkeiten, die verschütteten eigenen Quellen der Selbsthilfe neu zu entdecken und Neues dazu zu lernen.

Parteilichkeit
Das bedeutet, dass wir auf Seiten betroffener Frauen und Mädchen stehen, dass wir eindeutig „Partei“ für Sie ergreifen. Wir werden nicht sagen „Das glaube ich Dir nicht“, „Das hat der doch nicht getan“, „Wieso sind Sie denn mitgegangen“ oder „Warum haben Sie sich nicht gewehrt“.
Wir ermöglichen es Ihnen, über Ihre Erfahrungen, Erlebnisse, Gefühle und Ängste ohne Bewertungen zu sprechen.
Wir benennen eindeutig, wer die Verantwortung für die Gewalt trägt (der oder die TäterInnen), wo Gewalt und Unterdrückung geschieht und wer davon profitiert.

Schnelle und unbürokratische Hilfe
Sie müssen keinen Antrag für eine Beratung stellen. Für eine persönliche Beratung vereinbaren Sie einfach einen Termin mit uns. Wir versuchen immer, möglichst umgehend die Termine zu vergeben. Manchmal haben wir mehr Anfragen, als wir auffangen können. Dann kann es zu kurzfristigen Wartezeiten kommen. Bitte haben Sie dafür Verständnis.

Kostenlos
Wir erheben für die persönlichen Beratungen keine Gebühren.
Für einzelne Gruppen wird ein – sozial gestaffelter – Unkostenbeitrag erhoben. Dabei gibt es immer die Möglichkeit von Ermäßigungen und Freiplätzen. Bitte fragen Sie nach.

Ganzheitlich
Wir reduzieren Frauen und Mädchen nicht auf die erlittene Gewalt, sondern sehen sie mit ihren Stärken und Fähigkeiten. Krisen und psychische Schwierigkeiten verstehen wir als Überlebens- und Bewältigungsstrategien, die wichtige Ressourcen darstellen und denen wir Achtung und Respekt entgegenbringen. Wir betrachten ferner die gesellschaftlichen Realitäten und die konkrete Lebenssituation von Frauen und Mädchen als ein Ganzes und orientieren uns daran. Ganzheitlichkeit bedeutet für uns darüber hinaus, die Frau, das Mädchen als ganze Person – also nicht getrennt in Körper und Psyche – wahrzunehmen.

Autonomie
Wir sind ein unabhängiger, eigenständiger Verein und gehören keiner Partei oder Religionsgemeinschaft an.

Frauenbewegung/Feminismus
Feministische Gesellschaftsanalysen bilden den Hintergrund unseres Selbstverständnisses. Die Wurzel der autonomen Frauen- und Mädchenprojekte ist die Frauenbewegung mit ihren politischen und gesellschaftskritischen Analysen. Die gesellschaftliche, rechtliche, soziale, ökonomische und politische Ungleichheit zwischen den Geschlechtern zum Nachteil von Frauen bildet nach wie vor den Nährboden für Gewalt gegen Frauen und Mädchen.
Die autonome Frauenbewegung hat entscheidend die Enttabuisierung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen bewirkt und vorangetrieben.

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Themen der Notrufarbeit

Audio-Datei zum Abschnitt "Themen der Notrufarbeit" (mp3)

Grafik: Themen der NotrufarbeitDies sind Gewaltformen, die in der Notrufarbeit auftauchen:

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Jubiläum 2013

In 25 Jahren viel erreicht und noch viel vor…25-jähriges Jubiläum Frauennotruf Hannover

Bild Titelseite Jubiläumsbroschüre  25 Jahre Frauennotruf HannoverEin Grund zum Feiern? Die Gewalt ist doch nicht weniger geworden! Es sind 25 Jahre Arbeit für und mit von Gewalt betroffenen Frauen und jugendlichen Mädchen und gegen die Gewalt. Viele Gründe  also, um zu feiern – das fanden auch die über 150 Frauen und Männer, die mit uns in der Stadtbibliothek Hannover unser Jubiläum und die Ausstellungseröffnung „Trauma und Ermutigung“ feierten.

Rund 5000 betroffene Frauen und jugendliche Mädchen konnten wir in diesen 25 Jahren  mit psychologischer Beratung und Begleitung unterstützen. Viele Fachkräfte, Bezugspersonen, Angehörige, Schulklassen etc. wurden darüber hinaus informiert und geschult.
Der Bereich von Traumaberatung ist in diesem Vierteljahrhundert immer wichtiger geworden. Die Hälfte der uns aufsuchenden Frauen hat sexuelle Gewalt in der Kindheit erlebt. Oftmals können Frauen sich erst im Erwachsenalter diesen traumatischen Erfahrungen stellen. Langfristige Beratungsangebote sind hier nötig.

Viele Projekte konnten wir in diesen Jahren anstoßen und ins Leben rufen (Kampagne zu K.O.-Tropfen, Initiierung eines Traumanetzwerkes, Gründung des Arbeitskreis Gewalt und Behinderung, Netzwerk zu psychosozialer Prozessbegleitung in Strafverfahren etc.).

Wir haben viele erfreuliche, aufbauende Entwicklungen, aber auch Rückschläge erlebt. Dabei haben wir nie die Zuversicht in die Überlebenskräfte der von Gewalt betroffenen Frauen oder in unsere Fähigkeit, diese Arbeit aufrecht zu erhalten und immer wieder neue Projekte in Leben zu rufen, verloren. Einige Herausforderungen liegen noch vor uns: wie kann sexueller Gewalt im Alter wirksam begegnet werden, ist sexuelle Gewalt in der Pflege ein Thema oder auch wie wollen wir uns in den sozialen Netzwerken präsentieren? Uns immer wieder neu aufzustellen und neue Aufgaben anzunehmen – damit haben wir Erfahrung.

Die Ausstellung „Trauma und Ermutigung“ entstand zu unserem Jubiläum in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Hannover Fakultät III (Design und Medien). Engagierte Studierende haben das Thema sensibel und anschaulich umgesetzt.

Vorschaubild JubiläumsbroschüreJubiläumsbroschüre

Lesen Sie hier unsere PDF-Dokument: Jubiläumsbroschüre "Viel erreicht und noch viel vor" zu 25 Jahren Frauennotruf Hannover als PDF-Dokument.

Presse-Artikel zum Jubiläum

PDF-Dokument: Artikel „Frauen helfen Frauen in Not“ vom 11.04.2013 aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung / HAZ (www.haz.de)

Ausstellung „Trauma und Ermutigung“

Poster Ausstellung "Trauma und Ermutigung"Wir können erlebte Gewalt nicht „ungeschehen machen“, aber wir können sie wahrnehmen und traumatisierten Frauen zuhören und Hilfe anbieten. Es gibt das Trauma mit all seinen Folgen und es gibt auch Wege aus der Gewalt und die Ermutigung, nicht aufzugeben, aufzustehen, sich Unterstützung zu holen, mitzufühlen und letztendlich erlebte Gewalt als Teil der eigenen Geschichte zu integrieren.

Zu viele Frauen, die (sexualisierte) Gewalt erlebt haben, bleiben mit dem Erlebten und den Folgen allein. Sie finden oder erhalten
nicht die notwendige Unterstützung. Eigene Angst, Scham und Schuldgefühle, aber auch das Wegsehen und Weghören vom sozialen Bezugssystem und Gesellschaft, Vorurteile und Klischees stellen eine Barriere dar.

Wir wollen mit dieser Ausstellung zeigen,

PDF-Dokument: Weitere Informationen...
PDF-Dokument: Grußwort zur Ausstellungseröffnung (Elke Twesten MdL Bündnis 90 / Die Grünen)

Exponate der Ausstellung

Fotos der Exponate von Marianne Schneider und Prof. Dorothee Weinlich

Impressionen

Impression der Ausstellung

ImpressionenImpressionenImpressionen

Mind Body Soul - Louisa Heimberg, 2013
Studentin Visuelle Kommunikation, 4. Semester, BA

Meine Arbeit besteht aus drei Collagen. Auf grafische Art und Weise möchte ich zum einen die Spannung darstellen, die in den betroffenen Frauen herrscht. Zum anderen aber soll die Kraft ausgedrückt werden, die die Frauen aus diesem Energiefeld heraus entwickeln können, um für ihr eigenes Leben zu kämpfen. Klientinnen des Frauennotrufs sind nicht nur Opfer, sie sind auch Kämpferinnen. Unterstützt wird die Visualisierung durch Schlagworte, die sowohl negative als auch positive Assoziationen zu denÜberbegriffen „Mind“, „Body“ und „Soul“ hervorrufen.

Impressionen

Das innere Kind - Rike Braitmeyer, 2013
Studentin Visuelle Kommunikation, 4. Semester, BA

Bei der fotografischen Arbeit „Das innere Kind“ dürfen die Betrachter selber entscheiden, was sie darin sehen und wie sie diese Arbeit interpretieren. Die Arbeit wurde für den Frauennotruf Hannover zu dem Thema „sexualisierte Gewalt an Frauen“ erstellt. Die Fotografien zeigen eine im eigenen Körper gefangene Frau. Durch das Annehmen des inneren Kindes kann sie ihre traumatischen Erlebnisse erkennen und überwinden: Der gesunde Seelenkern vor der Traumatisierung dient bei der Aufarbeitung als Ressource. Die genaue Definition dieser Arbeit bleibt den Besuchern jedoch selbst überlassen und wurde zur freien Assoziation offen gehalten.

Impressionen

Seven cm Boxes - Xiao Han, 2013
Chinesischer Austauschstudent Modedesign, 4. Semester, BA

In den „Seven cm Boxes“ schlafen unzählige zerbrochene Leben. Die Boxen sind sowohl mit leuchtenden Farben als auch mit grauen Flächen gestaltet. Ein vollständiges Glück ist niemals erreichbar. In der 5.000 Jahre alten chinesischen Kultur haben die Farben verschiedene Bedeutungen. Rot steht für Protest, Orange für Wohlstand, Blau steht für die Spaltung, Gelb zeigt die Gewalt und Schwarz steht für
den Tod. Diese Farben spiegeln die Geschehnisse in den jeweiligen „zerbrochenen“ Leben wider.

Impressionen

Der Körper vergisst nicht - Marina Pursov, 2013
Studentin Visuelle Kommunikation, 4. Semester, BA

Eine alte Wunde macht sich plötzlich bemerkbar. Sie taucht auf, wenn sie von außen irritiert wird. Es geschieht schmerzvoll, unerwartet und außer Kontrolle. Im Gegensatz zu einem physischen Trauma ist es uns beim psychischen Trauma nicht immer klar, warum es „weh tut“ und was da genau „weh tut“. Wir wissen nur, dass es uns schlecht geht. In meinem Projekt tauchen alte Wunden auf dem Körper der Frauen plötzlich wieder auf – in Form von Textbotschaften. Auf einen Frauenkörper wurden kurze Texte in schwarzer und roter Tinte geschrieben. Die Worte verdeutlichen den plötzlichen Schmerz der Wunde. Die Texte stammen von der Website des Frauennotrufs Hannover.

Impressionen

Erstickt - Laura Evers, 2013
Studentin Visuelle Kommunikation, 4. Semester, BA

In meinen Illustrationen scheint die Hauptfigur unter ihrer Angst zu ersticken, sie ist eingeengt und aussichtslos. Es gelingt ihr letztlich, aus dem dunklen Schatten zu entkommen. Sie steigt aus ihrem Rahmen und kann mit ihrer Vergangenheit abschließen. Das Sticken ist eine Handarbeit, die hauptsächlich von Frauen ausgeübt wird. Obwohl die ungeübte Hand sich gerne mal in den Finger sticht, stellt sich bald ein
sicherer Rhythmus ein, der einer Meditation gleicht. Die Tätigkeit Handarbeiten ermöglicht die passive Freisetzung abschweifender Gedanken und fördert somit den Selbstheilungsprozess. („The Relaxation Response“ Dr. Herbert Benson, Harvard Medical School). Meine Illustrationen begleiten Texte von Frauen, die bereits die Kraft aufgebracht haben, sich ihren täglichen Dämonen zu stellen. Verarbeitet habe ich Auszüge aus den Gedichten„Angst“ und „Gewissen“. Beide Gedichte sind nachzulesen auf www.frauennotruf-hannover.de.

Impressionen

Der sichere innere Ort - Jacqueline Kornas, 2013
Studentin Mode, 4. Semester, BA

Der „sichere innere Ort“ ist eine Arbeit, welche sich mit einer bestimmten Methode der imaginativen Traumatherapie beschäftigt. Der erdachte innere sichere Ort hilft den Traumatisierten dabei, Abstand zu überwältigenden und quälenden Gefühlen zu bekommen und sich einen schützenden Ort der Ruhe und Geborgenheit zu schaffen. Diese bemerkenswerte Technik inspirierte mich zu einer Arbeit, in der ich halb konkret, halb metaphorisch einen solchen Ort abzubilden versuchte. Der Hut dient als Symbol der Gedankennähe und des Schutzes. Man kann ihn überall mit sich nehmen. Auf dem Hut ist eine Miniaturinstallation aus einer geschützten Lichtung mit einer Bank befestigt, die eine Ruhepause und den Rückzug in die eigene Natur darstellt.

Impressionen

Erwachsen - Jacqueline Kornas, 2013
Studentin Mode, 4. Semester, BA

Mit der Arbeit „Erwachsen“ wollte ich mich mit den Folgen beschäftigen, die der Alkoholismus für Partner und Kinder mit sich bringt. Nicht selten spielt hierbei sowohl psychische als auch physische Gewalt eine Rolle. Mir war es hierbei wichtig, einerseits den destruktiven als auch andererseits den besonderen stärkenden Aspekt herauszuarbeiten. Dieser stellt sich ein, wenn man den langen und harten Weg der Bewältigung gegangen ist. Hierbei wählte ich die Sprache der Mode. Ein Kleid, welches halb erwachsen und halb kindlich wirkt, fasst beide Entwicklungsstadien zusammen. Das Rot steht dabei für Lebensfreude und Selbstbewusstsein. Die Besonderheit ist das Mosaik einer zerbrochenen Bierflasche, welches auf der Brust prangt. Es stellt das dar, was sprichwörtlich zu Bruch gegangen ist. Es weist noch scharfe Kanten auf, hat sich aber neu geformt, sodass ein Baum entstanden ist. Ein Symbol für Leben und Erwachsen sein. Dies ist die Scherbe, die sich zum Edelstein wandelte und nun für Stärke und Individualität steht.

Impressionen


Fringe_Grenzbereich - Julia Kim, 2013
Studentin Visuelle Kommunikation, 8. Semester, BA

Die Bilder zeigen Menschen, die Gewalt erlebt haben und damit leben müssen. Sie sind auf ewig gezeichnet, zuerst äußerlich sichtbar, später vor allem innerlich. Die Personen haben das Geschehene noch nicht verarbeiten können. Sie verdrängen, leiden im Stillen, können oder möchten sich Bekannten oder Fremden nicht anvertrauen – aus Scham und Furcht. Sie leben als „halbe“ Menschen, ihnen fehlt die innere
Lebensfreude, sie fühlen sich nicht bereit, ohne Vorurteile wieder in die Welt zu gehen.

Impressionen

Meine innere Göttin - Katja Rempel, 2013
Studentin Visuelle Kommunikation, 4. Semester, BA

Bei meiner Arbeit ist es mir wichtig zu zeigen, wie viel Kraft die Frauen haben. Und meistens ist es die innere Kraft, die übersehen oder nicht geschätzt wird. Ich war sehr froh als ich auf das Gedicht „ Ich segne die Göttin in mir“ von Brigid Tiamat gestoßen bin, denn dieses Gedicht
drückt genau das aus. Jede Frau besitzt eine Kraft in sich. Man kann sich diese Kraft auch in Form einer Göttin vorstellen, die über einen wacht. Sie ist nicht allmächtig, sie kann zweifeln, sie ist mal weise, mal jung und leichtsinnig – aber das macht sie lebendig. Dank ihr
ist die Frau nie allein, vor allem nicht in schwierigen Zeiten. Die innere Göttin wird in dem Gedicht auch Urmutter genannt. Schon in der Altsteinzeit haben die Menschen Figuren geschnitzt, die eine Frau zeigten, die Urmutter. Sie wird unterschiedlich genannt – Venus, Gaia, Yemaja. Eine Frau, die Schutz gewährt. Ich habe auch versucht, die innere Göttin in Form einer Figur aus Ton darzustellen. Jede Figur zeigt eine Eigenschaft der Frau und der inneren Göttin in ihr.

Impressionen

Open the Jar - Shreya Chakravarty, 2013
Indische Austauschstudentin, Visuelle Kommunikation, MA

The unheard woman is like a closed jar, with all her pain and her stories locked up inside of her. The interactive installation looks at women and their stories. They can be listened to by the simple process of just opening the jar. A collection of stories told in English and German are placed in traditional kitchen jars. The visitor has just to open the jar and listen to the voice of the women.

Impressionen

Visualing Pain - Shreya Chakravarty, 2013
Indische Austauschstudentin, Visuelle Kommunikation, MA

Traditionally women expressed a lot through stitching and embroideries. Taking a cue from this thought, a tactile way of how a women feels frustrated and lets go of her pain through a medium that she feels closest to. Old, stained kitchen towels and plain black thread is
used to show this emotional chaos and frustration in a three series wooden hoop representation.

Impressionen


Listing Hear Speak - Shreya Chakravarty, 2013
Indische Austauschstudentin, Visuelle Kommunikation, MA

A series of seven posters show the hard hitting fact that it actually does take a child to speak to seven people before it is heard. A visual representation of this problem is expressed through the metaphors of a mouth being sealed by various tools that keep one‘s mouth shut.

Impressionen

Glückskekse - Wiebke Otto, Jasmin Fedder, Inga Lüßmann, 2013
Studentinnen Mediendesign und Visuelle Kommunikation, 4. Semester BA

Die Glückskekse sind ein interaktiver Teil der Ausstellung. Aus der Schale kann jede Besucherin und jeder Besucher einen Glückskeks ziehen und hat somit eine Erinnerung an die Ausstellung. Die Ideen der Botschaften auf den Zetteln nehmen Bezug auf Texte von der Website des Frauennotrufs Hannover. Die versöhnlichen Zettelchen in den Glückskeksen sollen die Besucher aufmuntern und zum Nachdenken über sich und ihre Mitmenschen anregen. Die äußeren Papierhüllen der Glückskekse wurde aus einer großformatigen gemeinschaftlichen Seminararbeit ausgeschnitten. Mit roter und schwarzer Farbe und ausdrucksstarken Begriffen auf Klebeband wurde im Seminar am Thema „Weil Leben mehr als gestern ist“ gearbeitet.

Impressionen

Facetten einer Frau - Tanja Rohlfs, 2013
Studentin Visuelle Kommunikation, 4. Semester, BA

Die Druckgrafiken beschäftigen sich mit den verschiedenen Gefühlen, die Frauen, die Opfer von Gewalttaten wurden, durchleben. Dies wird vor allem durch den Einsatz von Farben in den Linoldrucken symbolisiert. Wut, Einsamkeit, Leere und das Gefühl eingeengt zu sein sind
die zentralen Aspekte meiner grafischen Arbeit – aber auch die Hoffnung, die in jeder Frau steckt.

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The Process - Diana Scholz, Jasmin Fedder, Inga Lüßmann, 2013
Studentinnen Mediendesign & Visuelle Kommunikation, 4. Sem.

Stellvertretend für Opfer sexueller Gewalt, stellen vier Frauen in diesem Film mit ihrer Gesichtsmimik einen Verarbeitungsprozess dar. Durch einen Spiegel wird sichtbar, was von außen unsichtbar ist. Die Wunden stellen das innere Trauma der Frauen dar. Durch die Hilfe des Frauennotrufs können traumatisierte Frauen das Erlebte verarbeiten und wieder ein normales Leben führen.

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Wenn das Leben entgleist - Julia Miehle, Inga Linkert und Jasmin Fedder, 2013

„Weil Leben mehr als gestern ist“ - Gruppenarbeit, 2013
alle SeminarteilnehmerInnen

Auf Butterbrotpapierrollen drücken sich die Studierenden visuell aus. Es geht um den Ausdruck eines inneren Prozesses. Das eigene Leben soll ausgerollt und visuell notiert werden– in einer Art Diagramm mit Höhen und Tiefen, mit Verdichtungen, Engpässen und langatmigen Phasen. Einschlägige Erlebnisse erscheinen kraftvoll und laut, aber auch stumme Erinnerungslücken und Ausgeblendetes erhalten Raum. Eigene Gefühle und Mitgefühl werden spontan auf der Papierrolle notiert.

Foto-Impressionen der Jubiläumsfeier mit Ausstellungseröffnung

Foto-Impressionen des Begleitprogramms

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